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Claude Videos erstellen: Anleitung in 3 Stufen für Anfänger

Claude Videos erstellen: Anleitung in 3 Stufen für Anfänger – YouTube Video

Claude kann inzwischen Videos erstellen, und zwar vom kurzen Erklärvideo bis zum Werbespot. Du brauchst dafür keine Kamera und kein teures Schnittprogramm, sondern musst nur wissen, wie du Claude anleitest. Ich mache seit rund zwei Jahren Videos über KI, und noch keine KI hat mich beim Videomachen so unterstützt wie Claude gerade. In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du Claude Videos erstellen lässt, auch wenn du Anfänger bist. Wir gehen dafür drei Stufen durch, jede ein Stück aufwendiger als die vorherige.

Transparenz vorab: Higgsfield, das ich ab Stufe 2 nutze, hat das Video gesponsert, auf dem dieser Artikel basiert.

Was Claude aus einem einzigen Prompt macht

Um zu sehen, was überhaupt geht, habe ich Claude einen Prompt gegeben, der gerade ziemlich beliebt ist: ein dynamisches 15-Sekunden-Motion-Graphics-Video, das zeigt, was für ein Motion Designer Claude ist, so als wäre es ein Showreel für eine Bewerbung. Mehr habe ich nicht gemacht. Claude kam nach über einer Stunde Arbeit mit einem fertigen Video zurück.

Das Erstaunliche daran: Das Video besteht zu 100 Prozent aus Code. Es gibt keinen Schnitt, keine Kamera und keine Stockvideos, sogar der Ton ist aus Code. Ich habe nachgesehen, Claude hat ungefähr 670 Zeilen Python geschrieben, nur um die Sounds passend zum Bild zu erzeugen. Wie das technisch funktioniert, erkläre ich ausführlicher in Motion Graphics mit Claude Code.

Die drei Stufen im Überblick

Es gibt im Moment drei Wege, wie KI dir Videos baut, und sie funktionieren ganz unterschiedlich.

Drei Stufen für Claude Videos: Stufe 1 nur Code, Stufe 2 Code plus KI-Bilder und Stimme, Stufe 3 KI-Videomodell wie Seedance 2.5STUFE 1Nur CodeSchrift, Formen, Tonjede Szene änderbarSTUFE 2Code + KI-AssetsBilder, Stimme, MusikSchnitt weiter per CodeSTUFE 3KI-Videomodellsieht aus wie gefilmtÄnderung = neu generieren

In Stufe 1 steht jedes Wort und jede Farbe als Anweisung in einer Datei. Die Überschrift fliegt nach zwei Sekunden rein, dieser Ton läuft genau in dem Moment. Claude schreibt das alles als Code und rendert daraus am Ende eine normale Videodatei. Der große Vorteil: Du kannst jede Szene einzeln anpassen.

In Stufe 2 baut Claude das Video weiter aus Code, holt sich aber alles, was mit Code allein nicht gut aussieht, von einer anderen KI. Eine gezeichnete Figur zum Beispiel, ein Produktbild oder eine Sprecherstimme. Schrift und Schnitt bleiben Code, also kannst du auch hier jede Szene ändern.

In Stufe 3 erzeugt ein eigenes KI-Videomodell das Bild direkt, etwa Seedance 2.5 in Higgsfield oder Gemini Omni. Menschen, Orte und Gegenstände sehen dann aus, als hätte sie jemand mit einer Kamera aufgenommen.

Ich vergleiche das gern mit PowerPoint. Stufe 1 ist eine PowerPoint-Animation: Gefällt dir ein Wort nicht, änderst du es. Stufe 2 ist dieselbe PowerPoint mit vorher generierten Bildern und einer Stimme. Stufe 3 ist eher ein fertig gedrehter Film. Der sieht viel echter aus, aber wenn du etwas ändern willst, musst du im Grunde die ganze Szene neu generieren.

Schritt 1: Claude Code einrichten

Für alle drei Stufen arbeitest du in Claude Code. Am einfachsten öffnest du die Claude Desktop App, klappst oben links die Seitenleiste auf und wechselst in den Reiter "Code". Falls das für dich neu ist, hilft dir die Anleitung zum Einrichten von Claude Code.

Der 20-Euro-Plan von Claude reicht dafür. Ein großes Abo brauchst du nicht. Was ich dir aber ans Herz lege: Nimm Opus 5.5 mit hohem oder extra hohem Denkaufwand. Claude arbeitet dann etwas länger, die Ergebnisse sind aber deutlich besser. Was der Denkaufwand genau bewirkt, steht in Claude Modell wählen.

Für Stufe 1 bist du damit schon startklar. Beschreib Claude, was für ein Video du willst, und lass es arbeiten.

Schritt 2: Higgsfield verbinden für Bilder, Stimme und Musik

Code allein hat Grenzen. Eine echte Stimme, echte Menschen oder komplexere Grafiken bekommt Claude so nicht gut hin. Animationen gehen, aber einen ganzen Werbespot nur aus Code zu bauen, ist extrem schwierig. Deshalb holt sich Claude in Stufe 2 diese Teile von anderen KIs und bleibt selbst der Regisseur.

Ich nutze dafür Higgsfield. Dort liegen die großen Bild- und Videomodelle, dazu Stimmen, Musik und Soundeffekte, alles an einem Ort. Die Alternative wäre, Claude einzeln mit einer Bild-KI, einer Stimmengenerierung und einer Soundbibliothek zu verbinden.

Die Einrichtung geht so: Auf der Higgsfield-Seite den Reiter "MCP" öffnen, dort oben auf "Claude Code" wechseln und den angezeigten Befehl kopieren. Den fügst du in Claude Code ein und schickst ihn ab. Claude richtet den Connector selbst ein. Eventuell musst du dich noch einmal im Browser bei Higgsfield anmelden, dann ist alles verbunden. Mehr zur Verbindung findest du in Higgsfield mit Claude verbinden.

Schritt 3: Das erste Video mit Stufe 2

Mein erstes Beispiel war ein kleiner Werbespot für einen Bürostuhl. Der Prompt lautete sinngemäß: Erstelle einen sehr hochwertigen, emotionalen Werbespot von etwa 30 Sekunden für den Bürostuhl ON von Wilkhahn. Erzähl eine kleine Geschichte über jemanden, der den ganzen Tag sitzt, mit Sprecherstimme. Bilder, Stimme und Musik holst du dir über Higgsfield, alles andere besteht aus Code.

Herausgekommen ist die Geschichte von Thomas, der früher jeden Morgen zehn Kilometer gelaufen ist und heute acht Stunden am Tag sitzt, bis die Schultern hart werden. Als Content Creator kenne ich das leider gut. Für einen ersten Versuch war ich wirklich zufrieden.

Spannend ist, wie Claude das gebaut hat. Erst erstellt es für jede Figur und jeden Gegenstand ein einzelnes Bild mit GPT Image 2.5, direkt ohne Hintergrund. Den Stuhl hat es nach dem echten Produktfoto gebaut. Dann schreibt Claude den Sprechertext, den eine Stimme von ElevenLabs einspricht. Claude misst danach, wann welches Wort fällt, deshalb läuft im fertigen Spot alles synchron. Musik und Soundeffekte kommen ebenfalls über Higgsfield. Erst ganz am Ende setzt Claude alles per Code zusammen.

Der Clip hat 26,45 Credits verbraucht, in meinem Plan etwa 87 Cent. Dazu kommt Claudes Nutzungslimit. Mit Opus und ohne Max-Modus solltest du im 20-Euro-Plan in einem Fünf-Stunden-Fenster wahrscheinlich zwei, drei solcher Videos schaffen.

Schritt 4: Mit der Vorlage starten

Wenn du nicht weißt, wie du Claude deinen Stil beschreiben sollst, nimm meine Vorlage: ein Prompt mit 15 Videostilen, den du kostenlos im Download-Hub bekommst. Er fragt dich erst, was für ein Video du bauen willst, schlägt dir die passende Stufe vor, nennt die ungefähren Kosten und führt dich Schritt für Schritt durch die Umsetzung. Das klappt für Werbespots genauso wie für Erklärvideos.

Wie Stufe 3 mit Seedance 2.5 abläuft, was ein realistischer Spot kostet und wo die Grenzen liegen, habe ich in KI-Werbespot erstellen mit Claude aufgeschrieben.

Jonas Keil
Jonas Keil Ich zeige dir, wie du KI wirklich für dich nutzt. Jede Woche neu auf YouTube, Schritt für Schritt lernst du alle Essentials im KI-Kompass.