Claude Konnektoren: So verbindest du Gmail und Notion
Solange Claude nichts von deinem Arbeitsalltag weiß, kopierst du ihm Texte und Dateien von Hand hinein. Claude Konnektoren räumen genau das ab: Sie verbinden Claude mit den Apps, die du sowieso jeden Tag benutzt, sodass er sich den Kontext selbst holen kann. Für mich ist das eines der nützlichsten Upgrades überhaupt, weil das Arbeiten danach spürbar flüssiger läuft. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Konnektoren hinzufügst, welche sich zuerst lohnen und was der Gmail-Konnektor tatsächlich darf.
Was Konnektoren machen
Ein Konnektor ist eine Verbindung zwischen Claude und einer anderen App. Ist sie hergestellt, kann Claude auf diese App zugreifen und sich den Kontext direkt von dort ziehen, statt darauf zu warten, dass du ihm etwas hineinkopierst.
Das klingt nach einer Kleinigkeit und verändert im Alltag ziemlich viel. Du fragst nicht mehr "hier ist die Mail von gestern, was soll ich antworten", sondern sagst einfach, dass er sich die Mail ansehen soll. Den Rest erledigt er.
So fügst du einen Konnektor hinzu
Die Einstellung liegt an derselben Stelle, egal ob du gerade in Cowork oder in Claude Code arbeitest. Geh oben links in der Seitenleiste auf "Anpassen", dann weiter unten auf "Konnektoren", dann auf "Hinzufügen" und "Connectors durchsuchen". Dort siehst du alle Apps, mit denen Claude sich verbinden kann, und das sind eine ganze Menge.
Beim Verbinden selbst klickst du auf das Plus neben der App. Falls du sie schon einmal verbunden hattest, steht dort stattdessen "Erneut verbinden". Danach verknüpfst du dein Konto, in meinem Fall den Google-Account, und öffnest Claude noch einmal. Dann steht der Konnektor als verbunden da.
Welche Konnektoren sich zuerst lohnen
Wenn du nur einen einrichtest, dann Gmail. Das ist der Konnektor, den ich jedem empfehlen kann, weil E-Mails bei den meisten der Ort sind, an dem der ganze Kontext liegt.
Für Outlook gibt es keinen eigenen Eintrag. Der steckt bei Microsoft 365 mit drin, dort findest du also deinen Zugang, wenn du nicht mit Google arbeitest.
Danach lohnen sich Google Drive und Google Calendar, falls du damit arbeitest. Der Effekt ist überall derselbe: Du musst keine Texte und keine Dateien mehr heraussuchen, Claude greift selbst darauf zu.
Ich habe mich außerdem mit Notion verbunden. Damit kann Claude dort Seiten anlegen, lesen und bearbeiten. Wenn dein Wissen in Notion liegt, ist das ein deutlicher Sprung, weil Claude ab dann nicht mehr blind arbeitet.
Was der Gmail-Konnektor darf und was nicht
Beim Thema Mail-Zugriff sind viele zu Recht vorsichtig, deshalb hier die Details.
Der Gmail-Konnektor kann von sich aus keine E-Mails absenden und auch keine löschen. Was er kann: neue Entwürfe erstellen und Mails lesen, die du erhalten hast. Das Versenden bleibt bei dir.
Genauso wichtig ist der zweite Punkt. Claude hat durch den Konnektor nicht pauschal Zugriff auf dein gesamtes Postfach. Er bekommt die Möglichkeit, deine Mails zu durchsuchen und aufzulisten und sich dann einzelne davon anzusehen. Auf Basis deines Prompts startet er eine Suche, welche Mails passen könnten, und öffnet nur die, die für die Aufgabe wirklich gebraucht werden. Andere Mails schaut er sich nicht an.
Ein Beispiel aus meinem Alltag
Ein Szenario aus meinem Trainings-Setup zeigt ganz gut, worum es geht. Ich hatte eine Mail von meinem Personal Trainer Jeff bekommen, die ich in meinem Trainingsplan berücksichtigen wollte.
Statt sie zu kopieren, habe ich im selben Cowork-Chat, in dem vorher schon die Word-Datei und die PowerPoint entstanden sind, einfach geschrieben: "Ich habe heute eine Mail von meinem Personal Trainer Jeff bekommen. Bitte lies dir die mal kurz durch und aktualisiere meinen Trainingsplan."
Claude erkennt daraufhin selbst, dass er dafür auf Gmail zugreifen muss, verbindet sich, liest den Inhalt und arbeitet ihn in den Plan ein. Du sagst also nicht, welchen Konnektor er benutzen soll, sondern nur, was du willst.
Kurz prüfen, bevor du losschickst
Wenn du dir nicht sicher bist, ob der Konnektor in dieser Sitzung aktiv ist, klick vor dem Absenden auf das Plus und dann auf "Konnektoren". Dort siehst du bei Gmail, ob die Verbindung gerade steht. Das erspart dir die Rückfrage, warum Claude die Mail angeblich nicht findet.
Der nächste Schritt: geplante Aufgaben
Konnektoren sorgen dafür, dass Claude an deine Daten kommt. Der logische Anschluss ist, dass er auch ohne dein Zutun losläuft. Genau dafür gibt es geplante Aufgaben. In Cowork findest du sie oben links im Reiter "Geplant", in Claude Code heißen sie "Routinen".
Anlegen musst du sie nicht selbst. Sag Claude einfach, was regelmäßig passieren soll, zum Beispiel: "Geh jede Woche in mein Trainingsdashboard, schau dir an, was ich gemacht habe, und erstell mir eine kurze Zusammenfassung als Coach, was gut war und was ich besser machen kann." Claude schlägt dir dann vor, die Routine direkt anzulegen, und du erlaubst es. Danach läuft sie automatisch.
Falls du dich das nächste Mal fragst, warum du Claude jede Woche dasselbe promptest: Genau dann gehört das in eine geplante Aufgabe.
Wie du weitermachst
Die drei Upgrades greifen ineinander. Der Konnektor holt die Daten. Der Skill legt fest, wie Claude damit umgeht, und die Routine sorgt dafür, dass das Ganze ohne dich passiert. Wie du eigene Skills baust, steht in Claude Skills erstellen.
Wenn du noch nicht sicher bist, in welchem Claude-Zugang du das alles einrichten sollst, hilft dir Claude Chatbot, Cowork oder Code. Die komplette Einrichtung von Cowork findest du in der Claude Cowork Anleitung, und weitere Funktionen, die im Alltag wirklich Zeit sparen, habe ich in Claude Tricks gesammelt.