Jonas Keil
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KI-Bilder erstellen mit Gemini: So nutzt du Nano Banana Pro

KI-Bilder erstellen klingt für viele nach Spezial-Software und teuren Abos. Dabei brauchst du dafür heute nur ein kostenloses Google-Konto und einen Browser. In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du mit Gemini und dem Bildmodell Nano Banana Pro deine ersten eigenen Bilder generierst und bearbeitest, von der Anmeldung bis zum fertigen Ergebnis.

Was du brauchst

Die Liste ist kurz: ein Google-Konto und ein Browser. Du musst nichts installieren und erst mal auch nichts bezahlen. Im Gratisplan von Gemini kannst du Stand Dezember 2025 bis zu drei Bilder pro Tag mit Nano Banana Pro generieren. Zum Ausprobieren reicht das locker. Erst wenn du regelmäßig mehr brauchst, lohnt sich ein Blick auf die Bezahlpläne.

Nano Banana Pro ist das aktuelle Bildmodell von Google und basiert auf Gemini 3 Pro. Der Unterschied zu älteren Bildgeneratoren: Das Modell sammelt bei Bedarf Informationen online und plant die Logik des Bildes, bevor es generiert. Falls du Gemini noch gar nicht einordnen kannst, hilft dir mein Überblick Was ist Google Gemini.

Schritt 1: Gemini öffnen und anmelden

Geh auf gemini.google.com und melde dich mit deinem Google-Konto an. Gemini ist praktisch das ChatGPT von Google: ein Chatfenster, in das du Texte schreibst und Dateien ziehst. Eine Einrichtung brauchst du nicht, du kannst sofort loslegen. Für einen kompletten Rundgang durch alle Funktionen empfehle ich dir meine Gemini-Anleitung.

Schritt 2: Das richtige Modell wählen

Diesen Schritt übersehen die meisten. Gemini hat rechts in der Leiste eine Einstellung mit zwei Optionen: Fast und Thinking.

Gemini-Modellwahl: Fast nutzt das alte Nano Banana, Thinking mit 3 Pro nutzt Nano Banana ProModellwahl in GeminiFastSchnelle AntwortenBildmodell: Nano Banana (alt)Thinking mit 3 ProDenkt mit und plant die BildlogikBildmodell: Nano Banana ProFür KI-Bilder immer Thinking mit 3 Pro auswählen

Fast liefert dir schnelle Antworten und nutzt bei Bildern das alte Modell Nano Banana. Thinking ist der denkende Modus für komplexere Aufgaben, und genau darüber wählst du Nano Banana Pro aus. Für gute Bilder stellst du also einmal auf "Thinking mit 3 Pro" um, bevor du loslegst.

Schritt 3: Vorlage hochladen, wenn du eine hast

Du kannst Bilder komplett aus einer Textbeschreibung erstellen. Richtig spannend wird es aber mit einer Vorlage: ein unscharfes Foto, ein altes Familienbild, eine Skizze oder ein abfotografiertes Rezept.

Zum Hochladen gibt es zwei Wege. Entweder klickst du in der Chatleiste auf das Plus und dann auf "Dateien hochladen". Oder du ziehst die Datei einfach mit der Maus in die Chatleiste. Der zweite Weg ist aus meiner Sicht deutlich einfacher.

Schritt 4: Den Prompt schreiben

Beim Prompt gilt eine einfache Regel: Je mehr Infos du mitgibst, desto besser wird dein Ergebnis. Schreib also nicht nur "mach ein Bild von einem Haus", sondern beschreib Stil, Farben, Umgebung und Stimmung. Deutsch funktioniert dabei problemlos.

Ein Beispiel aus meinen Tests: Ich hatte eine detaillierte Haus-Skizze und wollte daraus ein fotorealistisches Bild machen. Die einfache Prompt-Variante:

Erstelle ein hochauflösendes Bild und nutze die Skizze im Anhang als Basis.

Damit bekommst du schon brauchbare Ergebnisse. Deutlich besser wird es mit der ausführlichen Variante:

Fotorealistisches Rendering basierend auf der beigefügten Skizze. Die Skizze dient als exakte geometrische und proportionale Vorlage für Form, Volumen und Details. Fotorealismus, ultra high resolution, cinematic lighting, sharp focus, natural color grading.

Dazu habe ich noch beschrieben, welche Farben das Haus haben soll und wie ich mir die Umgebung vorstelle. Das fertige Bild hat alle Details aus der Skizze übernommen und sah aus wie ein echtes Foto.

Das Prinzip funktioniert übrigens auch in die andere Richtung, von Text zu Grafik. Aus einem abfotografierten Rezept für Vanillekipferl hat mir Nano Banana Pro mit dem Prompt "Erstelle eine Schritt für Schritt Infografik des Rezepts im Anhang" eine bebilderte Anleitung gebaut. Dabei hat die KI sogar selbst erkannt, welche Zutaten zum Teig gehören und welche zur Zuckermischung, und beides in der Grafik getrennt dargestellt.

Schritt 5: Ergebnis prüfen und nachbessern

Der erste Wurf muss nicht der letzte sein. Du schreibst im gleichen Chat einfach weiter und passt das Bild Stück für Stück an. Bei meinem Haus habe ich danach zum Beispiel geschrieben: "Ändere jetzt die Perspektive, sodass man dieses Haus von links sieht." Die KI hat das Haus gedreht und dabei Fenster und Holzkonstruktion konsistent zum ersten Bild gehalten.

Genauso bin ich bei einem professionellen Profilbild vorgegangen, in drei einzelnen Prompts: erst den Hintergrund einfarbig machen mit Studio-Anmutung, dann die störenden Hände entfernen, zuletzt den Pullover durch ein Business-Outfit ersetzen. Kleine Einzelschritte funktionieren oft besser als ein Riesen-Prompt, weil du nach jedem Schritt prüfen kannst, ob die Richtung stimmt.

Wo die Grenzen liegen

Ganz ehrlich: Perfekt ist auch Nano Banana Pro nicht. Gesichter nachträglich zu verändern ist schwierig, hier leidet schnell die Ähnlichkeit. Bei einem meiner Tests habe ich den Fokus eines Fotos auf ein Paar im Vordergrund verschoben, und danach schauten die Augen der Frau in eine leicht andere Richtung als im Original. Solche Details musst du am Ende selbst kontrollieren. Dazu kommt das Tageslimit: Drei Bilder im Gratisplan sind beim Experimentieren schneller aufgebraucht, als du denkst.

Fazit: Einfacher wird es nicht

Ein Google-Konto, das richtige Modell und ein ordentlicher Prompt: Mehr steckt am Anfang nicht dahinter, wenn du KI-Bilder erstellen willst. Der Rest ist Übungssache, und dafür sind die drei Gratis-Bilder pro Tag ideal. Wenn du direkt tiefer einsteigen willst, habe ich dir sieben konkrete Nano-Banana-Pro-Tricks mit fertigen Prompts zusammengestellt, vom Scharfzeichnen unscharfer Fotos bis zur Restauration alter Bilder.

Jonas Keil
Jonas Keil Ich zeige dir, wie du KI wirklich für dich nutzt. Jede Woche neu auf YouTube, Schritt für Schritt lernst du alle Essentials im KI-Kompass.